Kooperation mit Luisenhospital wächst

Die politischen Rahmenbedingungen als Chance nutzen – das geschieht aktuell im Luisenhospital Aachen in Kooperation mit der Uniklinik RWTH Aachen. „Nicht jedes Haus muss alle Fachrichtungen vorhalten. So ist es sinnvoll und entspricht auch dem Wunsch der Politik“, betont Vorstandsvorsitzender Ralf Wenzel. „Daher verzichten wir bewusst auf die invasive Kardiologie und bauen stattdessen unsere Kooperation zum nahe gelegenen und langjährig bewährten Partner aus“, erklärt er die zukunftsorientierte Ausrichtung des Hauses. Wird eine invasive Diagnostik und Therapie beim Patienten im Luisenhospital nötig, erfolgt diese in der Aachener Uniklinik.

Aus der bereits seit vielen Jahren partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin (Medizinische Klinik I) an der Uniklinik RWTH Aachen unter Leitung von Klinikdirektor Univ.-Prof. Dr. med. Nikolaus Marx und der Medizinischen Klinik unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Hermann Wasmuth im Luisenhospital Aachen ist nun eine feste Kooperation erwachsen.

Neben festen Ansprechpartnern und einem engen Austausch über die Behandlung steht auch eine verbesserte Logistik im Vordergrund. „Ziel ist es, die Kommunikation interdisziplinär zu verbessern und engmaschiger zusammenzuarbeiten“, erklärt Oberarzt Dr. med. Martin Gruschka, der die Sektion auf Seiten des Luisenhospitals leitet. Auf Seiten der Uniklinik ist es der geschäftsführende Oberarzt Prof. Michael Lehrke, der die Kooperation mit Leben füllt: „Ich freue mich sehr über den jetzt offiziellen Schritt. Bereits in der Vergangenheit haben wir sehr eng zusammengearbeitet. Jetzt haben wir die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern“, betont der Mediziner die Vorteile, die sich in erster Linie für den Patienten ergeben: „Wir haben feste Ansprechpartner, kurze Wege und bekommen so schnelles Feedback, wie die Therapie der Patienten weitergeht“, freut sich Oberarzt Gruschka über die Verbesserungen.

Ganz praktisch heißt das für den Patienten, dass im Luisenhospital weiterhin alle nichtinvasiven Leistungen angeboten werden. Dazu zählt beispielsweise die Behandlung von Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörung oder auch Vorhofflimmern. Falls nötig, bestehen für invasive Eingriffe kurze und vertraute Wege zur Uniklinik, die als Maximalversorger ein umfassender medizinischer Partner ist. Als Auftakt der engen Zusammenarbeit folgt zum Jahresbeginn die erste gemeinsame Fortbildungsveranstaltung im Luisenhospital Aachen, in dem die Sektion das gemeinsame Gesicht zeigt. „Wir freuen uns auf die noch engere Zusammenarbeit und dass die bereits freundschaftlichen Verbindungen auf diese Weise zum Wohle des Patienten genutzt werden können“, stellt Prof. Wasmuth die menschliche Komponente der Kooperation in den Fokus.

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